Zuchtphilosophie

Klein aber fein! Qualität vor Quantität!

Diesem Motto sind wir in all den Jahren, in denen wir Hovawarte gezüchtet haben, treu geblieben. Genau genommen sind an der Alten Aare in 29 Jahren 16 Würfe gefallen, aus denen wir 120 Welpen grossziehen durften. Unsere eigenen Hündinnen (meistens zwei, selten drei, manchmal auch „nur“ eine) waren in erster Linie treue Begleiterinnen und Freundinnen in Alltag und Freizeit. Es stand immer nur eine Hündin in der Zucht, und bei der Aufzucht hatten Mutter und Welpen vollumfänglich Familienanschluss.

Respekt vor dem Hund und dessen Würde hatten bei unserer züchterischen Tätigkeit höchste Priorität.

In diesem Sinn hatten unsere Hündinnen Mitspracherecht, und die Natur hatte sowieso immer das letzte Wort. Paarung, Geburt und Brutpflege sind die natürlichsten Dinge der Welt. So brauchten wir für keinen einzigen der 16 Würfe je einen Tierarzt; weder zur Bestimmung des richtigen Deckzeitpunktes, zur Überwachung der Trächtigkeit noch als Geburtshelfer oder zur Kontrolle von Mutterhündin und Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt. Alle Trächtigkeiten und Geburten verliefen völlig komplikationsfrei.

Unser Zuchtziel war stets der physisch und psychisch gesunde, robuste, anpassungsfähige und instinktsichere Hofhund, der auch im Alter noch begeisterungsfähig, agil und flexibel bleibt.

Fördern und fordern, ohne die Welpen zu überfordern.
Versorgen und behüten, ohne sie zu überbehüten.

Diese Devise verfolgten wir bei der Welpenaufzucht – ganz unserem Zuchtziel getreu. In den Anfängen der Hundezucht hatten wir noch Zeiten erlebt, in denen mangels besseren Wissens die Vernachlässigung der Welpen ein Thema war. Heutzutage wendet sich die Tendenz eher ins Gegenteil, nämlich Richtung Überbehütung und Vermenschlichung des heranwachsenden Lebens. Wir sind überzeugt, dass die Erziehung zur Hilflosigkeit einem jungen Hund auf seinem späteren Lebensweg genau so zum Verhängnis werden kann wie die Vernachlässigung im Welpenalter.

Besonders stolz sind wir darauf, dass wir – bis auf eine einzige – mit allen Alten Aarler-Familien bis zum Tod des Hundes in Kontakt geblieben sind und daher von allen bei uns geborenen Hunden wussten, wie sie sich entwickeln, wie es um ihre Gesundheit bestellt ist, wie sie punkto Wesen und Verhalten unterwegs sind und letztlich woran sie gestorben sind. Mit vielen Welpenkäufern sind wir auch über den Tod des Hundes hinaus in Freundschaft verbunden geblieben. Mehrere von ihnen haben aus Überzeugung einen zweiten Hovawart von uns bei sich aufgenommen. Bei jemandem lebt mit einem Rüden aus dem letzten Wurf sogar schon der dritte Alte Aarler.

Herzlichen Dank euch allen für das uns entgegengebrachte Vertrauen in all den Jahren! Das war uns mitunter Motivation und Stütze, jeden neuen Wurf mit Leidenschaft zu planen und die in der eigenen Zuchtstätte geborenen Hunde nicht nur durch die rosarote Brille zu betrachten. Kein Züchter bringt ausschliesslich perfekte Hunde hervor. Aber Ehrlichkeit und Transparenz machen ihn zum Meisterzüchter.